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Weiterbildungsforum 2026 in Aalen

Aalen, Mai 2026 - Das Weiterbildungsforum 2026 im Aalener Kulturbahnhof hat eindrucksvoll gezeigt, wie groß das Engagement in der Region Ostwürttemberg ist, den Wandel der Arbeitswelt aktiv zu gestalten. Unter dem Motto „Weiterbilden – Weiterkommen“ kamen zahlreiche Vertreter*innen aus Wirtschaft, Gewerkschaften, Wissenschaft und Politik zusammen, um über die Bedeutung von Qualifizierung und Zukunftskompetenzen zu diskutieren.

Veranstaltet wurde das Forum vom Transformationsnetzwerk Ostwürttemberg, getragen von der IG Metall Aalen, Schwäbisch Gmünd, Heidenheim, dem Bildungswerk der Baden-Württembergischen Wirtschaft sowie der Berufsberatung im Erwerbsleben der Agentur für Arbeit Aalen.

Heike Madan, Erste Bevollmächtigte der IG Metall Aalen/Schwäbisch Gmünd, betonte in ihrer Begrüßung die zentrale Bedeutung gemeinsamer Strategien: „Wir können die Transformation nur gemeinsam gestalten – mit starken Netzwerken, guter Qualifizierung und einem klaren Fokus auf die Beschäftigten.“

Im Zentrum stand die Frage, wie sogenannte Future Skills in Unternehmen verankert werden können. Grundlage bildete dabei die Studie „Future Skills 2030“, die deutlich macht, dass neben technischen Kompetenzen insbesondere überfachliche Fähigkeiten wie Lernfähigkeit, Problemlösung und Zusammenarbeit entscheidend sind. Keynote-Speaker Dr. Stefan Baron, Geschäftsführer der AgenturQ, unterstrich mit Blick auf die Future Skills 2030: „Die Studie zeigt klar: Wir brauchen nicht nur neue Kompetenzen, sondern vor allem Strukturen, die es ermöglichen, diese systematisch und kontinuierlich im Unternehmen aufzubauen.“

Ein besonderer Fokus lag auf dem Veranstaltungsteil „WEITERkommen“, der durch das Fraunhofer IAO gestaltet wurde. Im Mittelpunkt stand hier das Thema Lernkultur. Deutlich wurde: Weiterbildung kann nur dann nachhaltig wirken, wenn sie fest im betrieblichen Alltag verankert ist. Unternehmen sind gefordert, Rahmenbedingungen zu schaffen, die kontinuierliches Lernen ermöglichen, unterschiedliche Lernbedarfe berücksichtigen und den Zugang zu Weiterbildung für alle Beschäftigten erleichtern.

Für wichtige politische Impulse sorgten vier Landtagsabgeordnete der Region – Michael Kolb (CDU), Clara Resch (GRÜNE), Andreas Stoch (SPD) und Tim Bückner (CDU). Im Rahmen des Polit-Talks wurde auch die am Vormittag vorgestellte Koalitionsvereinbarung in Baden-Württemberg mit Blick auf das Thema Weiterbildung intensiv diskutiert – sowohl auf dem Podium als auch gemeinsam mit dem Publikum.

Das Forum bot nicht nur fachliche Impulse, sondern auch viel Raum für Austausch, Vernetzung und konkrete Zusammenarbeit. Es wurde deutlich: Eine starke Weiterbildungsregion entsteht dort, wo Akteur*innen ihre Kräfte bündeln und voneinander lernen.

Mit dieser positiven Dynamik blickt die Region bereits nach vorne: Das nächste Weiterbildungsforum ist für 2027 geplant.