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EU AI Act: Wertvolle Infos zu neuer Gesetzgebung

Ostwürttemberg, 01.07.2025 - Am 1. Juli 2025 fand ein gemeinsames Webinar der KI-Allianz Baden-Württemberg, des digiZ | Digitalisierungszentrum Ostwürttemberg und des Transformationsnetzwerks Ostwürttemberg statt.

Im Zentrum stand die neue EU-Verordnung zur Künstlichen Intelligenz (EU AI Act) – und die Frage, was dadurch konkret auf Unternehmen zukommt. Die Kooperationsveranstaltung verstand sich als interdisziplinäre Brücke zwischen Recht, Technik sowie Ethik und bot Raum für Austausch rund um die Bedeutung und Anwendung des EU AI Acts.

Den inhaltlichen Auftakt machte Prof. Dr. Boris P. Paal, M.Jur. (Oxford), Technische Universität München (TUM), der einen fundierten Überblick über Zielsetzung und Reichweite des EU AI Act gab. In seinem erweiterten Beitrag machte er deutlich, dass es sich hierbei nicht nur um ein weiteres Gesetz handelt, sondern um einen zentralen Meilenstein der europäischen Technologiepolitik.

Marcel Hoffmann, Datenschutz- und Informationssicherheitsbeauftragter, AAntiSpy Aalen, vertiefte die Thematik aus gesellschaftlicher Perspektive: Im Fokus standen das Spannungsfeld zwischen Datenschutz und KI sowie die ethische Verantwortung, die mit dem Einsatz intelligenter Systeme einhergeht.

Mit praxisnahem Fokus erläuterte Christina Kiefer, Rechtsanwältin, reuschlaw Saarbrücken, die juristischen Anforderungen an Unternehmen. Sie stellte zentrale Pflichten wie die Risikoklassifizierung von KI-Systemen vor, ordnete die Verordnung in den bestehenden Rechtsrahmen (u. a. Datenschutz-, Urheber- und Verbraucherschutzrecht) ein und zeigte anhand konkreter Beispiele, welche Hürden Unternehmen bei der Umsetzung erwarten - und wie sie diese meistern können.

Die Resonanz auf das Webinar zeigte: Das Thema trifft einen Nerv in der unternehmerischen Praxis. Im Herbst 2025 wird ein Vertiefungs-Event folgen, das gezielt an der betrieblichen Umsetzung ansetzt.